Geschichte der Berliner Kleingärten

1830
- die ersten 265 m² großen "Armengärten" wurden von der Kieler Stadtverwaltung  an 59 Handwerker- und Tagelöhnerfamilien vergeben.
            
1833 - die ersten diesem Vorbild nachempfundenen Kleingärten entstanden in Berlin.

1862 - in Berlin wurden die ersten Gärten auf Pachtbasis gegründet. Sie standen auf  dem Gelände der ehemaligen Schlächterwiesen, dem heutigen Gelände des Urbankranakenhauses.
            
1869 - die erste Gartenordnung für die 100 Parzellen des Leipziger "Schrebervereins" wurde erlassen, sein Gelände umzäuunt und die ersten Lauben darauf errichtet.

1880 bis 1900 - die Schrebergartenbewegung erlebte in Berlin einen regelrechten Boom - immerhin erhöhte sich die Parzellenzahl in diesen Jahren von 3.000 auf 40.000. In anderen Städten wie Köln, Düsseldorf oder Aachen existieren noch gar keine oder nur sehr wenige Gärten.
            
1901 - die erste Berliner Kolonisten-Organisation, die "Vereinigung sämtlicher Pflanzervereine  Berlins und Umgebung", wurde gegründet. Da die rechtliche Situation der Laubenpieper immer noch nicht zufriedenstellend geregelt war, schlossen sich mehr Kolonisten zu Vereinen zusammen.

1919 - das Kleingartengesetz und die Kleinpachtflächenverordnung wurden erlassen.

1921 - im Rathaus Neukölln schlossen sich alle Kolonistenverbände zum "Reichsverband der Kleingartenvereine Deutschlands" zusammen.

1925 - mit 165.000 Kleingärten auf 6.239 Hektar erreichte die Kleingartenbewegung in Berlin ihren      Höhepunkt.

1944 - die Verordnung über den Kündigungsschutz schloß eine wesentliche Gesetzeslücke für die         Kleingärtner. Bis auf wenige Ausnahmen wurden Pachtverträge nun unkündbar .

1946 - Gründung des Berliner "
Zentralverband der Kleingärtner, Siedler und bodennutzenden Grundbesitzer".

1976 - der für Westberlin zuständige "Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V." wird gegründet; in der DDR vertritt der "Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter" (VKSK) bis 1990 über 1,5 Mio Mitglieder.

1983 - das sehr unübersichtliche Kleingartenrecht wird durch das Bundeskleingartengesetz geregelt. U.a. fällt nun den Gemeinden die Aufgabe zu, bestehende Kleingartenanlagen als "Dauerkleingartenland" zu erhalten.

1990 - Gründung des "Verbandes der Kleingärtner und Siedler e.V." (VGS) – Berlin.   
Dieser Verband erreicht jedoch keinen Eintrag in das Vereinsregister.

1991 - Durch den Beitritt fast aller ehemals Ostberliner Bezirksverbände (bis auf den Bezirksverband Prenzlauer Berg) wächst die Mitgliederzahl des "Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V." auf über 78.000. Die Flächenausdehnung der Parzellen beträgt jetzt fast 3.200 ha.


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News

Am Sonnabend, dem 07. August 2010, erhielt die Senatorin für Stadtentwicklung Frau Junge-Reyer die höchste Auszeichung des Kleingartenwesens in Berlin und Brandenburg die Wilhelm-Naulin-Plakette. Die Auszeichnung wurde in einem Festakt in der Kleingartenanlage Am Buschkrug überreicht.





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