Kleine Gärten einer großen StadtDas BundeskleingartengesetzLiteraturliste
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Der Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V. hat ein neues Buch über die Entwicklung des Kleingartenwesens in der Großstadt Berlin herausgegeben. Zwanzig kompetente Autoren haben unter Leitung von Prof. Dr. Alfred Loesdau die Bedeutung des Kleingartens in der Großstadt anschaulich dargestellt.

Der heutige Stadtumbau erfordert umweltpolitische Lösungen, die das Wohnen und Leben in der Grßstadt erträglich gestalten. Eine der wichtigsten Bedingungen hierfür sind die Erhaltung, die Pflege und der Ausbau des Stadtgrüns. Und hier wiederum ist der Kleingarten ein wesentlicher Faktor.

Erstmalig ist der enge Zusammenhang zwischen der Stadtentwicklung und dem Kleingartenwesen am Beispiel Berlins in seiner Entwicklung von den ersten Laubenkolonien bis zum gegenwärtigen Wirken der Gartenfreunde dargestellt worden.

In drei Teilen werden durch Text, Bild, Dokument und Erinnerung die wertvollen Erfahrungen der Berlin "Laubenpieper" erschlossen:

Teil I hat die historische Entwicklung des Kleingartenwesens von den Anfängen bis zur Gegenwart zum Gegenstand, so vor allem die gegenseitige Beeinflussung der Stadtentwicklung, ihrer sozialen Verwerfungen und des Kleingartenwesens. Der Bogen reicht von der Mietskaserne im 19. Jahrhundert, den partiellen Fortschritten in den zwanziger Jahren über die getrennte Verbandsentwicklung im gespaltenen Berlin bis zur gemeinsamen Entwicklung seit 1990. 

Teil II ist den gegenwärtigen Problemen der Kleingartenbewegung gewidmet: Freiraumentwicklung, demografische Aspekte, Verein und Laube, die Rechtentwicklung, die Fachberatung, eine ökologiebetonte Bewirtschaftung, die heutige Migration, das Kleingartenwesen unter den Bedingungen der Globalisierung - das sind derartige Schwerpunkte der Kleingartenentwicklung in unsrer Zeit.

Teil III enthält Erlebtes und Dokumentiertes, so zur Bestandsentwicklung der Kleingärten in Berlin, die Erfahrungen von Bezirksverbänden, Vereinen und Gartenfreunden, interessante historische Dokumente und Informationen.
Bisher unbekannte Bilder, aufschlussreiche Statisken, Biografien verdienstvoller Persönlichkeiten, erstmals veröffentlichte Dokumente sowie die Vermittlung einer Reihe von Hilfsmitteln wie Empfehlungen, Zeitreihen, Literaturangaben wie überhaupt die eindrucksvolle grafische Gestaltung des Buches haben zu einer repräsentativen Publikation geführt, die ihren Platz in jedem Kleinggärtnerverein und -verband sowie bei jedem finden sollte, der für die Stadtentwicklung politische Verantwortung trägt.


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