Gartentipps für den April

Die Landesgartenfachberatung empfiehlt ...  


Alte Sorten ausprobieren

Viele Gemüsesorten wie Möhren, Pastinaken und viele Salatsorten und Frühkartoffeln können im April schon ins Freiland ausgesät werden. Dabei lohnt es sich, alte Sorten auszuprobieren. Die sind oft robuster, haben lustige Formen oder Farben und schmecken fantastisch. Regionale Saatguthersteller sind auch ein Vorteil, weil die Pflanzen schon an unser Klima angepasst sind. Alte Sorten sind auch in der Regel samenfest und eignen sich gut zur Saatgutgewinnung.

Der Tigerschnegel – ein Nützling!

Schnecken gezielt bekämpfen

Schon gewusst? Gehäuseschnecken richten im Garten kaum Schaden an, Weinbergschnecken stehen unter Naturschutz und Tigerschnegel (im Bild) fressen Schneckeneier. Leider tötet auch Bio-Schneckenkorn alle Schneckenarten. Deshalb lieber gezielt vorgehen: morgens gießen, Schneckenkragen bei Jungpflanzen anwenden, Totholz für Fressfeinde bereitstellen, Holzbretter an Gemüsebeete auslegen und Schnecken darunter absammeln. Wohin damit? Schnecken in der Natur auszusetzen, ist keine gute Idee. Viele schmeißen sie einfach auf die Totholz- oder Komposthaufen. Wenn es sein muss, der humanste Tod: Schnell im ersten Drittel durchschneiden oder im Eimer sammeln und kochendes Wasser darüber gießen.

Brennnesseljauche Herstellen

Für gesunde, widerstandsfähige Pflanzen ein Kilo Brennnesseln ernten, grob zerkleinern und in ein großes Plastik oder Holzgefäß tun und mit 10 l Wasser füllen. Eine Handvoll Urgesteinsmehl bindet Gerüche und fügt wichtige Mineralien hinzu. Lass die Mischung - locker bedeckt - für 2 bis 3 Wochen

an einem sonnigen Platz gären. Während der Gärung soll die Mischung 1 × am Tag kräftig durchgerührt werden, um Sauerstoff hinzuzufügen. Wenn es aufhört zu blubbern, ist die Jauche fertig. Gießverhältnis ist 1:10 mit Wasser gemischt.

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