Die Landesgartenfachberatung empfiehlt ...
Gartentipps für den Juni

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Kernobstfrüchte ausdünnen
Nach dem „Junifall“, bei dem der Baum selbst überschüssige Früchte abwirft (ca. Mitte Juni), sollten Äpfel und Birnen weiter ausgedünnt werden. Dabei sollten die schönsten Früchte, etwa ein bis zwei pro Büschel, stehen gelassen werden. Deformierte Früchte sowie solche, die im Schatten wachsen oder Schorfstellen haben, sollten aussortiert werden.
So kann der Baum mehr Energie in die verbleibenden Früchte stecken. Diese werden größer und schmecken deutlich besser. Außerdem mildert das die Alternanz, denn je mehr Früchte am Baum reifen, desto stärker wird die Blütenbildung im nächsten Jahr gehemmt. Mit dem Ausdünnen sollte man bis zum 10.07. fertig sein.

Abgeerntete Stellen im Beet gleich wieder nachsäen
Im Juni hat man in der Regel schon einiges an Frühjahrsgemüse abgeerntet und es entsteht wieder Platz im Beet. Jetzt ist also höchste Zeit, neues Gemüse für den Sommer nachzusäen bzw. zu pflanzen. Zur Direktsaat im Freiland im Juni gehören etwa Buschbohnen, Karotten, Mangold, Rote Bete, Salat, Grünkohl, Kohlrabi, Rucola, Spinat, Dill und Kapuzinerkresse.

Gründünger
Ist die Erde im Beet bereits erschöpft? Dann säe am besten gleich eine Gründüngung aus, zum Beispiel Buchweizen, Erbsen, Phacelia oder Sonnenblumen. Diese bereichern den Boden und bereiten ihn für die nächste Runde vor. Dabei ist zu beachten, dass die Gründüngung aus einer anderen Pflanzenfamilie stammen sollte als die nächste Gemüseart, die du in das Beet pflanzen möchtest. Du solltest beispielsweise keinen Senf als Gründünger verwenden, wenn du danach eine Kohlart pflanzen möchtest, da beide zu den Kreuzblütlern gehören. So beugst du Krankheiten und Schädlingsbefall vor.

Zweijährige Blumen aussäen
Der Juni ist auch ein optimaler Zeitpunkt, um zweijährige Blumen auszusäen. So hat man im nächsten Jahr gleich Blüten! Muskatellersalbei, Fingerhut, Wilde Möhre, Königskerze und Natternkopf sind nicht nur bombastisch schön, sondern auch besonders wertvoll für Insekten. Dabei sollte man wie immer die Standortansprüche jeder Art beachten (Sonne oder Schatten, nährstoffreicher oder -armer Boden, feucht oder trocken).
