Die Landesgartenfachberatung empfiehlt ...
Gartentipps für den Mai

Nach den Eisheiligen geht’s los!
Schon ab dem Ersten Mai kann man tagsüber mit dem Abhärten von vorgezogenen Pflanzen anfangen. Nach dem 15. Mai sind die Eisheiligen vorbei und sämtlichen Gemüsesorten können endlich in die Beete
umziehen! Der Einsatz von Kulturschutznetzen ist ein wirksames und umweltfreundliches Mittel, um junge Gemüsepflanzen vor gefräßigen Raupen, Läusen und Käfern zu schützen. Im Herbst gewaschen und trocken über den Winter gelagert, sind Netze aus Nylon sehr langlebig. Von Vögeln, Hagel und leichtem Frost schützen sie auch.

Eine Mischkultur mit Kräutern und Blumen
Eine Mischkultur mit Kräutern und Blumen im Beet lockt nützliche Insekten in den Garten, trägt zur Pflanzengesundheit bei und sieht sehr charmant aus. Bohnenkraut vertreibt Bohnenfliegen und ‑läuse. Kamille hält Pilzkrankheiten fern und fördert das Wachstum. Borretsch, Dill und Thymian sind toll für Bestäuber und lenken Schädlinge mit ihren Duftstoffen ab. Basilikum ist wirksam gegen Mehltau. Tagetes und Ringelblumen schützen vor Nematoden, Kapuzinerkresse zieht Blattläuse auf sich, und Sonnenblumen lockern und verbessern den Boden.

Mulchen
Mulchen spart viel Gießwasser und Dünger und hält deinen Boden und deine Pflanzen gesund. Dafür eignet sich z. B. eine Mischung aus „Abfallprodukten“ vom eigenen Garten: Rasenschnitt, Laub von gesunden Obstbäumen, Pflanzenschnitt, samenfreies Beikraut und Holzhäcksel. 1) Beet vorbereiten: Bei Bedarf ca. 3 l Kompost je m³ auf das Beet verteilen und leicht einmischen. 2) Gründlich gießen. 3) Mulchen: Eine 3–5 cm Mulchschicht auf das Beet aufbringen. 4) Bepflanzen: den Mulch einfach zur Seite schieben und im Boden pflanzen/säen. Sobald die Pflanzen eine Größe von 10 bis 15 cm erreicht haben, Mulch wieder zurückzuschieben. Um zu verhindern, dass dem Boden Stickstoff entzogen wird, den Mulch nicht unter die Erde mischen.

Bei Mähfreier Mai mitmachen
Wer einen „englischen Rasen“ bevorzugt, mäht im Mai bereits eifrig. Bei der Aktion „Mähfreier Mai“ geht es hingegen darum, den Rasen wachsen zu lassen. Jetzt blühen die meisten Wildpflanzen, und Insekten sind aktiv auf der Suche nach Nahrung und Nistmöglichkeiten. Wer jetzt den Rasenmäher stehen lässt, sorgt dafür, dass es den Nützlingen im Garten gut geht. Sogar ein Streifen stehengelassener Rasen kann einen Unterschied für Schmetterlinge und Co. machen. Lust auf einen blühenden Rasen, auch nach dem Mai? Dann ab jetzt erst bei einer Höhe von 20 cm mähen und dabei die höchste Schnittstufe wählen.
Mit fröhlichen Grüßen
Annie Stamm-Grossjohann
Gartenfachberatung
