Verfasst am 25.06.2019 um 14:00 Uhr

Ausgezeichnetes Gärtnern in Berlin-Mitte

Foto: © SUZ Mitte

Der Umweltpreis Berlin-Mitte 2019 ist vergeben worden   

Elf Projekte hatten sich beworben, um mit Themen in den Bereichen Abfallvermeidung, Schulgärten, Stadtgärtnern oder künstlerisches Arbeiten einen Umweltpreis zu ergattern.


Für den Wettbewerb hatten das Umwelt- und Naturschutzamt, das Schulamt und das Jugendamt ein Preisgeld von 3.000 Euro bereitgestellt, das in den Kategorien „Pädagogische Einrichtungen“ und „Initiativen“ vergeben wurde. Zusätzlich haben der Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V. und der Verlag W. Wächter  ein Preisgeld von insgesamt 1.000 Euro für die Kategorie „Schulgärten“ zur Verfügung gestellt. Ein zweiter Sonderpreis war vom Umwelt- und Naturschutzamt für besonders nachhaltige Projekte ausgelobt worden.

Schulgärten

Im Bereich „Schulgärten“ ging der Hauptpreis an die Möwensee-Grundschule. Die Kinder der 6. Klasse bekamen 500 Euro für ihr vielgestaltiges Schulgartenprojekt mit Hochbeeten und der aus „geretteten“ Steinen gebauten Kräuterschnecke. „Überdurchschnittliches Engagement“, bewertete die Jury insgesamt. Die "geretteten" Steine stammen vom ehemaligen Schulpavillion. 


Der 2. Preis in der Kategorie ging mit 300 Euro an die Albert-Gutzmann-Schule. Sie hat einen sonderpädagogischen Förderschwerpunkt und erhielt den Preis für ihren „Garten der Sinne“. Und dann gab es noch zwei 3. Preise: 100 Euro gehen an die Schule am Schillerpark. Hier werden die Achtklässler der Schulgarten AG das Eingangsbeet im Arbeitslehrezentrum neugestalten. Die anderen 100 Euro gehen an den Kinderverein Ottokar e. V. Hier werden „die Kleinen“ einen Waldgarten mitten in Berlin beackern dürfen und dabei Permakultur anwenden.


Pädagogische Einrichtungen und Initiativen

In der Kategorie „Pädagogische Einrichtungen“ erhielt die Weddinger Carl-Kraemer-Grundschule den Hauptpreis für ihr Projekt „Natur und ich“. Es bringt Schüler in Berlin und im Umland mit der Natur in Berührung und soll auch auf Exkursionen für die Umwelt sensibilisieren. Die Jury lobte dieses Projekt als äußerst vielschichtig und nachhaltig. 900 Euro Preisgeld waren die Belohnung.

In der Kategorie „Initiativen“ hat das Projekt „Interkultureller Garten“ in Tiergarten-Süd einen Preis von 700 Euro erhalten. Hier würdigte die Jury neben den vielseitigen gärtnerischen Aktivitäten vor allem das nachbarschaftliche und generationsübergreifende Engagement sowie die „gelebte Interkulturalität“.


Sonderpreis Nachhaltigkeit

Der zusätzliche Preis des Umwelt- und Naturschutzamtes für besonders nachhaltige Projekte ging an die „Samen- und Pflanzentauschbörse im Soldiner Kiez“. Im Rahmen des Kieztauschs können Anwohner bereits seit drei Jahren Pflanzen und Saatgut tauschen. Die Jury würdigte, neben dem nachhaltigen Konzept, auch den so "gestärkten nachbarschaftlichen Kontext".


Bereits am 29. Mai 2019 war der Umweltpreis im Schul-Umwelt-Zentrum Mitte (SUZ Mitte) in der Scharnweberstraße von Umweltstadträtin Sabine Weißler (Die Grünen) übergeben worden. Michael Matthei, Präsident des Landesverbands der Gartenfreunde e. V., war Jury-Mitglied und hat an der Siegerehrung teilgenommen.


Bericht: Marion Kwart


Quellen:

Persönliches Gespräch mit Michael Matthei

Pressemitteilung BA Mitte

Berliner Woche vom 7. Juni 2019