Tipps für den Garten
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Verfasst am 04.03.2017 um 09:00 Uhr

Balkon: Wie schneide ich Rosen nach dem Winter?

Ellen Müller, Fachberaterin der Berliner Gartenfreunde, beantwortet Leserfragen in der Berliner Morgenpost zum Thema Garten und Balkon ...


4. März 2017: Auf meinem Balkon hat erstmals eine wunderschöne Rose - gut eingepackt, und reduziert gewässert - überwintert. Nun bin ich mir nicht sicher, ab wann ich die Rose beschneiden sowie wo und wie der Anschnitt ausgeführt werden sollte. Gibt es beispielsweise eine Regel, wie weit man Rosen herunterschneidet?



Es gibt viele verschiedene Rosen, wie Busch-, Strauch-, Edel-, Kletter- oder Bodendecker­rosen. Bedingt durch den unterschiedlichen Wuchs werden sie auch unterschiedlich geschnitten. Generell können aber alle Rosen ab März geschnitten werden. Nicht radikal heruntergeschnitten, sondern eher „ausgeputzt“, damit sie gesund bleiben.


Wichtig ist, abgestorbene, erfrorene Triebe direkt am Boden zu entfernen. Krankes wird bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten. Nach innen wachsende Zweige werden entfernt. So wird die Rose luftig und locker. Sie bekommt mehr Licht und kann bei Nässe schneller abtrocknen. Alle anderen Triebe kann man um ca. ein Drittel einkürzen. Man schneidet immer kurz über einem nach außen weisenden Auge. Hierbei sollte man den Habitus der Pflanze berücksichtigen. Sie soll ja ihre Form behalten.


Die Rose zeigt auch oft selbst an, wo sie geschnitten werden will. Der Neuaustrieb ist nicht überall gleich. Man sieht kräftige, gut entwickelte oder schwach ausgetriebene Knospen (Augen). Hier entscheidet man sich für den kräftigeren Austrieb. So kann die Rose an dieser Stelle zügig weiterwachsen.


Sollten sich Spätfröste ankündigen, ist ein entsprechender Schutz mit Vlies notwendig. Falls zur Hand, erfüllt auch ein großer Pappkarton, übergestülpt, den gleichen Zweck.



Ellen Müller

Mitglied der Kommission Gartenfachberatung des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde e.V. und 

Bezirksgartenfachberaterin im Bezirksverband Pankow der Gartenfreunde e.V.

in der Ausgabe Berliner Morgenpost vom 4. März 2017