Tipps für den Garten
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Verfasst am 18.03.2017 um 12:00 Uhr

Garten: Worauf muss man beim Anlegen eines Hochbeetes achten?

Ellen Müller, Fachberaterin der Berliner Gartenfreunde, beantwortet Leserfragen in der Berliner Morgenpost zum Thema Garten und Balkon ...


18. März: Wir haben uns vorgenommen, ein Hochbeet in unserem Garten anzulegen. Können Sie uns sagen, worauf wir achten müssen und vor allem, welche Gemüsesorten dafür geeignet sind und sich möglicherweise auch gut nebeneinander vertragen?



Achten sollte man auf beständiges Material. Der Fachhandel bietet natürlich jede Menge Auswahl an. Da muss man suchen. Baut man es allerdings selbst, bietet sich unbehandeltes Lärchenholz an. Es ist sehr langlebig und sieht gut aus.


Breiter als 1,20m sollte ein Hochbeet nicht sein, damit man gut daran arbeiten kann. In der Länge sind keine Grenzen gesetzt. Auskleiden sollte man das Hochbeet mit einer geeigneten Folie. Das schützt die Innenseiten vor Feuchtigkeit. Falls man Probleme mit Wühlmäusen hat, empfiehlt es sich, eine entsprechende „Einwanderungssperre von innen“ auszulegen. Das geht gut mit Kaninchendraht. 


Das Hochbeet sollte an einem sonnigen Platz im Garten stehen und braucht unbedingt Bodenschluss, damit Bodenlebewesen und Mikroorganismen einwandern können. Füllen kann man das Hochbeet wie einen Komposthaufen. Garten- und Küchenabfälle (allerdings nichts Gekochtes), gut gemischt. Grobes Schnittgut, Geäst zuunterst als Dränage. Hier wird man so einiges los - immer hinein damit. Das Material verrottet über Jahre im Hochbeet.


Zum Pflanzen und Säen geeignet sind alle Gemüsesorten, die Sie gerne essen und anbauen möchten. Es geht alles von Salat, Radieschen über Tomaten, Zucchini, Kürbis bis Petersilie, Mangold, Fenchel, und und und … was das Herz begehrt. Hier gibt es keine Vorschriften. Noch ein paar Ringelblumen oder Tagetes für gesunden Boden. Man kann säen oder gleich pflanzen, je nachdem wie geduldig man ist. Und damit auch alles gut gedeiht, findet man in guten Gartenbüchern, aber auch im Internet Informationen zum „Mischkulturenplan“. Der erläutert, welche Pflanzengemeinschaften sich positiv beeinflussen und welche man vermeiden sollte. Wenn man sich daran hält, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.



Ellen Müller

Mitglied der Kommission Gartenfachberatung des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde e.V. und 

Bezirksgartenfachberaterin im Bezirksverband Pankow der Gartenfreunde e.V.

in der Ausgabe Berliner Morgenpost vom 18. März 2017